Mitbegründer und Hauptvertreter der
Münchner Medaille, der zu den Erneuerern der deutschen Medaillenkunst zählt.
Der gelernte Maler trat als Medailleur und Stempelschneider erst im Alter von 40
Jahren in Erscheinung (um 1905). Trotzdem schuf er ein Werk von etwa 200
Medaillen, vor allem Porträtmedaillen nach Vorbildern der späten Gotik und der
frühen Renaissance. Charakteristisch für die Medaillen Dasios sind die breit
angelegten Porträts auf den Vorderseiten und die Allegorien auf den Rückseiten.
Als passionierter Lehrer war Dasio an verschiedenen Privatschulen und als
Professor der Kunstgewerbeschule in München tätig. Ab 1909 unterstand ihm der
Unterricht für Kunsterziehung an den Real- und Mittelschulen in Bayern, 1910
wurde er Ministerialrat. Sein begabtester Schüler war wohl Karl Roth, der die
Bedeutung seines Lehrers in der Münzgestaltung sogar übertraf.
Die Münzentwürfe, die Dasio anlässlich des Dürerbundausschreibens 1907/8
einreichte, kamen zwar nicht zur Ausführung, wohl aber Entwürfe zur Zeit der
Weimarer Republik: Das "Eichbaum-Motiv" ist leicht verändert auf der
Vs. des Stücks zu 5 Reichsmark (1927-1933) zu sehen. Ferner bekam er die Aufträge
für die Gedenkmünzen "100 Jahre Bremerhaven" (3 und 5 RM, 1927),
"1000 Jahre Nordhausen" (3 RM, 1927) und 300. Jahrestag des Brandes
von Magdeburg (3 RM, 1931). Die Stadtansicht von Magdeburg ist das vorläufig
letzte Städtebild auf deutschen Münzen.
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